Weniger Lack, mehr Sicherheit: Wie KI den Sprühstrahl überwacht
In der Karosserielackierung wird oft mehr Lack aufgetragen als nötig, weil ein Sicherheitspuffer vor zu dünnen Schichten und Korrosion schützen soll. VW, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi und AOM-Systems haben gemeinsam einen patentierten Prozess entwickelt, der diesen Puffer überflüssig machen kann. Das Messsystem SpraySpy erfasst Tropfengröße, Geschwindigkeit, Volumenstrom und Sprühwinkel direkt im Sprühstrahl und damit schon während der Lackierung. Eine KI-gestützte Auswertung leitet daraus in Echtzeit die zu erwartende Schichtdicke ab, auch für einzelne Lackschichten. Abweichungen ab 2 Prozent werden erkannt und lassen sich laut Fraunhofer IPA mit über 90-prozentiger Sicherheit einer konkreten Fehlerursache zuordnen, etwa einer verschlissenen oder verschmutzten Düse. Das Ergebnis sind geringerer Lackverbrauch, weniger End-of-Line-Kontrollen, weniger Nacharbeit und eine höhere First-Run-Rate. Die gesammelten Daten eröffnen zudem Perspektiven für Smart Maintenance und digitale Zwillinge. Wie das in der Praxis funktioniert und was die Experten von VW dazu sagen, lesen Sie im vollständigen Beitrag.